© : (1) NABU | Eberhard Lempelius, (2,3) NABU | Helge May; (4) NABU | Gaby Schroeder
Die Waldameise – Kraftprotz und Läusemelker
Läusen den Hintern abzuwischen macht der Waldameise überhaupt nichts aus. Ganz im Gegenteil: sie ist sofort zur Stelle, wenn Blattläuse sie über Duftstoffe rufen. Denn es ist nicht etwa brauner, stinkender Kot, der aus dem kleinen Blattlauspopo kommt, sondern Honigtau, eine zuckersüße Flüssigkeit. Das ist das, was übrigbleibt, wenn Läuse mit ihrem Saugrüssel den Saft aus der Pflanze saugen. Denn eigentlich sind sie scharf auf die Eiweiße im Saft. Die sind aber im Gegensatz zu Kohlenhydraten kaum im Saft enthalten. Die Kohlenhydrate, also der Zucker, sind ihnen schnuppe. Also scheiden sie die einfach wieder aus. Dann sind die Ameisen am Zug: sie wischen ihnen den Zucker vom Hintern. Ohne diesen Putzdienst, würde der Honigtau bei vielen Blattlausarten die hintere Leibesöffnung verkleben oder sogar dazu führen, dass sie sich nicht mehr bewegen könnten.